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Koramic:
Großes Biberdach mit rundem Grat
Dienstag, 3 November, 2009
Ein Grat mit Tücken
Abgerundete Dachsanierung
Kein Dach wie jedes
Kunstgriff am Grat
Download: KC_09111_Hirmer.zip
Ganz zentral und direkt neben der Münchner Frauenkirche befindet sich das Stammhaus des bundesweit bekannten Herrenausstatters Hirmer. Ein Teil des Gebäudes, in dem der Herrenausstatter seinen Sitz hat, wurde kürzlich umfangreich saniert. Für den 1500 m² großen Dachabschnitt lieferte Koramic Biberschwanzziegel der Stärke 1,4 cm mit Segmentschnitt (18 x 38 cm).
Eine architektonische Besonderheit des renommierten Kaufhauses ist eine abgerundete Ecke, die sich in einem ebenfalls abgerundeten Grat auf dem Dach fortsetzt. Auch wenn dieses Detail im ersten Augenblick unspektakulär aussieht, so stellt ein abgerundeter Grat dachtechnisch jedoch einen erheblichen Schwierigkeitsgrad dar. Hier war professionelle Unterstützung von Seiten des Dachziegelherstellers gefragt: Der beauftragte Verarbeiter und die Anwendungstechnik von Koramic entwickelten im Dialog eine Lösung, die sowohl ästhetisch wie auch wirtschaftlich vernünftig und rationell ist.
Ästhetische Technik:
Die Besonderheit eines mit Biberschwanzziegeln gedeckten Daches ist, dass die Mindesthöhenüberdeckung der Biber von der Dachneigung abhängt. Je geringer die Dachneigung, umso höher muss die Überdeckung sein, damit ein Biberdach regensicher ist. Der runde Dachbereich am Grat in München sorgte dadurch für eine besondere Schwierigkeit: Der besagte Dachbereich ist geringer geneigt als die Hauptdachflächen und muss entsprechend höher überdeckt werden. Weil die Ziegelreihen links und rechts von der Rundung auf gleicher Dachlattenhöhe fließend ineinander übergehen, müssen die höheren Überdeckungen aus der Rundung zwangsläufig auch von den steilen Dachflächen übernommen werden. Die dadurch eigentlich unnötig hohen Überdeckungen in den Steilflächen hätten die Dacharbeiten unverhältnismäßig verteuert. Die erarbeitete Lösung sah wie folgt aus: Die Hauptdachflächen wurden geringfügig höher überdeckt als nötig. An der Gratrundung wurden im Traufbereich einige Ziegelreihen zusätzlich eingedeckt, um hier eine höhere Überdeckung zu realisieren. Dadurch hebt sich die rund laufende Deckung an der Traufe etwas an und entwickelt eine Optik und Ästhetik, die der einer Fledermausgaube ähnelt.
Eine weitere Besonderheit des abgerundeten Grates war, dass die Biberschwanzdeckung bei diesem rechtwinkligen Dachgrundriss der 90°-Drehung folgen musste. Auch hier entwickelten die Dachdecker mit Koramic eine adäquate Vorgehensweise. Die Drehung der Deckung wurde durch Schneiden der Ziegel Biber für Biber zwischen den beiden geraden Dachflächen nachvollzogen. Eine Richtschnur unterstützte die Arbeit. Wirtschaftlichkeit und Ästhetik konnten so bei dieser technisch anspruchsvollen Dacheindeckung harmonisch vereint werden.
Koramic im Internet: www.koramic.de
Abbildungen:
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Abb. 1+2+3: Ein neues Dach krönt das Stammhaus des namhaften Herrenausstatters Hirmer in der Münchner Innenstadt. Eine runde Hausecke setzt sich im Dach darüber als runder Grat fort.
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Abb. 4: Details eines edlen Daches: Biberschwanzziegel von Koramic, Schneefanggitter, tief hängende Kupferregenrinnen und Kupferanschlüsse rund um die Gauben.
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Abb. 5: Das große Dach wurde über den Winter 2008/2009 komplett eingehaust und rationell abgewickelt.
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Abb. 6: Anwendungstechniker DDM Peter Dockweiler von Koramic (rechts) erarbeitete vor Ort mit den Verarbeitern die Eindecklösung des runden Grates.
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Abb. 7: Die zusätzlichen Ziegelreihen an der Traufe der Gratrundung wurden mit dünn auslaufenden Bibern, so genannten Unterläufern, in die Dachfläche eingebunden.
Fotos: Koramic
Download: KC_09111_Hirmer.zip
