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Rathscheck Schiefer: Graugrüner Schiefer für Verwaltungsbau
Montag, 6 April, 2009
Ein Gebäude wie die Firma
Schieferfassade verleiht Identität
Dynamische Fassadengestaltung
Schiefervilla im Industriegebiet
Download: RS_09041_Baar.zip
Die Risi AG ist ein namhaftes Unternehmen der Schweizer Bau- und Entsorgungsindustrie. Das neue Gebäude der Firmenzentrale schafft Identität und überrascht mit dynamischen Details.
Ursprünglich sollte im Industriegebiet von Baar in der Schweiz neben einer Lkw-Wartungshalle ein schlichtes, geradliniges Bürogebäude entstehen. Doch im Zuge der Planungen entwickelten Bauherr und Generalunternehmer den Wunsch nach einem attraktiveren Gebäude. Sie zogen einen Fachplaner für die Fassade hinzu. Der ursprünglich schlichte Entwurf wurde verändert und dynamisiert. Eine grüne Schieferfassade von Rathscheck Schiefer spielt dabei eine bemerkenswerte Rolle.
Als die Fassadengestalter von 2ECK Architekten, Baar, hinzugezogen wurden, stand die Kubatur des Gebäudes bereits weitgehend fest. Der Stahlbeton-Skelettbau mit einem Grundriss von 43,2 x 19,2 m war als Dreigeschosser mit Metallfassade, Bandfenstern und zwei Eingängen geplant. Der Schweizer Architekt Ljupco Gjorgjiev dazu: „Die Firma Risi wird in unserer Region mit verschiedenen Natursteinprodukten in Verbindung gebracht. So lag es nahe, eine Natursteinfassade mit Sichtbeton zu kombinieren. Auf dieser Weise integriert sich der Baukörper ideal in der bestehende, locker bebaute und naturnahe Umgebung.“ Hinterlüftete Schieferfassaden gelten in Fachkreisen nicht nur als ästhetisch, sondern auch als überaus bewährt und haltbar. Und so gelang es den Architekten, den Bauherren für eine Materialkombination aus grünem Schiefer, grauem Sichtbeton und silbrig glänzenden Aluminiumfenstern zu gewinnen.
Schiefergerechter Entwurf:
Der neuen Materialwahl folgte eine materialgerechte Ausgestaltung des Gebäudes. Um den massiven Charakter der Natursteinhaut zu stärken, wurden die Bandfenster zugunsten einer Lochfassade aufgegeben. Der grüne Schiefer steht damit prägend in der ersten Ebene. Metall und Glas verspringen eine Ebene nach hinten.
Das Erdgeschoss ist als Sockel komplett in Glas und Metall ausgeführt und lässt den darauf liegenden Schieferkubus quasi schweben. Die ursprünglich geplanten zwei Eingänge wurden mit einem skulpturhaft auskragenden, um die Ecke gezogenen Sichtbetonvordach verbunden. Auf den schlichten Kubus setzten die Architekten zwei Attikawohnungen. Gjorgjiev: „Mit der Aufstockung haben wir diesem Gebäude neben seiner reinen Nutzfunktion Gestaltungselemente einer modernen Villa verliehen.“
Dynamik durch Verzahnung:
Eine Besonderheit der Fassade ist die Verzahnung der Fassadenflächen über Eck. Mit einem gezielten Versatz von nur 20 cm liegen die Lochfenster nicht mehr exakt übereinander. „Die ursprünglich statisch wirkende Lochfassade wurde dadurch dynamisiert“, so Gjorgjiev. Zusätzliche Bewegung bringt die Schieferfassade von Rathscheck Schiefer als Gezogene Deckung im Format 40 x 25 cm ins Spiel. Sie ist auf einer Holzunterkonstruktion mit Edelstahlklammern fixiert. Hinter dem Schiefer verbergen sich 20 cm Mineralwolledämmung. Die Fassade ist weitgehend wärmebrückenfrei an speziellen langen Ankerschrauben (System Rogger) aufgehängt. Das Gebäude erfüllt mit seiner Materialität und Gestaltung hohe Ansprüche. Bauherr, Generalunternehmer und Fassadenplaner zeigen sich überaus zufrieden.
Bautafel: Bürogebäude der Risi AG, Baar, www.risi-ag.ch
Projekt: 2005 / Bezug: 2006 / Nutzfläche: 2800 m² / Grundstückfläche gesamt: 40000 m². Generalunternehmer: Martin Lenz AG, Baar, www.martinlenzag.ch / Ausführungsarchitekt: Kolb Bauplanungen, Cham / Fassadengestaltung: 2ECK Architekten, Baar, www.2eck.ch / Fassadenbauer: Müller Steiger Bedachungen AG, Zug / Schiefer: ColorSklent von Rathscheck Schiefer, Mayen, www.rathscheck.de
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Abb. 1+2+3: Neubau eines Büro- und Verwaltungsgebäudes mit zwei Attikawohnungen im Industriegebiet von Baar, Schweiz.
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Abb. 3: Der ursprünglich schlichte Kubus wurde mit einer grünen Schieferfassade, einem skulpturhaften Eingangsbereich und zwei Attikawohnungen aufgewertet.
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Abb. 4+5+6: Die Verzahnung der Fassadenflächen über Eck löst eine statische Wirkung der Fensterfronten auf und sorgt für Dynamik in der Schieferfassade.
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Abb. 7: Elegante Kombination von seidig schimmernden grünen ColorSklent-Schiefer und silbrigen Aluminium der Fensterkonstruktionen.
Abb. 1 bis 7: Rathscheck Schiefer
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Abb. 8: Fassadenplanung des Bürogebäudes.
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Abb. 9: Schnitt durch die Fassade.
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Abb. 10: Grundriss des schlichten Stahlbeton-Skelettbaues.
Abb. 8 bis 10: Architekten 2ECK
Download: RS_09041_Baar.zip
