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Rathscheck Schiefer: Monolith mit Dach und Fassade aus Schiefer
Dienstag, 2 September, 2008
Aufbruch im Dorf der Alten
Ländliche Architektur neu interpretiert
Schiefermonolith setzt Dorf-Akzent
Download: RS_08081_Uiffingen.zip
Wenn Dörfer aussterben, weil es die Jugend in die Städte zieht, entsteht Platz für Städter, die das Landleben schätzen. Resthöfe sind oft preiswert zu kaufen. Das Land Baden-Württemberg bezuschusst z. B. im Rahmen des ELR-Programms (Entwicklung Ländlicher Raum) Abriss-, Neu- und Umbaukosten für alte Höfe. Auf diese Weise entstehen Keimzellen für neues Leben in alten Dörfern. So geschah es in einem kleinen Dorf bei Boxberg. Der Bauherr kaufte einen alten, nicht mehr bewohnten Bauernhof, ließ ihn zum großen Teil abreißen und errichtete auf Teilen der alten Grundmauern sein modernes, energiesparendes Einfamilienhaus. Die Gesamtkosten für dieses architektonisch reizvolle Gebäudeensemble aus Neubau und Wirtschaftsgebäuden lagen unter 240.000,- €.
Im Zeichen des Aufbruchs
Architekt Bruno Blesch entwarf ein Gebäude, das die typischen Gestaltungsmerkmale ländlicher Architektur aufnimmt und mit modernen Mitteln neu interpretiert. Der komplett abgerissene Mittelteil der Hofanlage dient heute als geschützter Innenhof, der Südteil als Wirtschaftsgebäude mit Garagen und großzügigen Abstellräumen und der Nordteil als Fundament für den Neubau. Der neu errichtete Wohnmonolith mit Schieferdach und Schieferfassade aus Rathscheck Schiefer steht zum Teil auf den alten Grundmauern und folgt mit den Abmessungen und der Geometrie weitgehend dem hier einst stehenden Wohnbereich des ehemaligen Hofes. Der grundsanierte Natursteinsockel wurde um zwei Betonwände ergänzt und darauf ein komplett neues Einfamilienhaus geplant. Das 2006 errichtete Gebäude bietet auf zwei Ebenen 118 m² Wohnfläche und im Untergeschoss nach ländlicher Tradition rund 50 m² Wirtschaftsfläche. Der gesamte Neubau entspricht dem KfW-60-Standard und benötigt laut Bauherrn pro Jahr für Warmwasser und Heizung 4 m³ Pellets im Wert von zurzeit 680,- €.
Preiswert und prägend: Schieferfassade
Von Anfang an stand fest, dass der Neubau ein Monolith mit gleichem Werkstoff auf Dach und Wand werden sollte. Der Architekt prüfte großformatige Plattenwaren, fand jedoch keine finanziell tragbare Lösung. Erst der überraschend preiswerte Rathscheck Schiefer ließ die gestalterische Idee des Architekten Realität werden. Auf dem Dach deckten die Dachdecker eine Rechteck-Doppeldeckung im Format 50×25 cm ein. An der Wand kam die neue Variable Rechteck-Deckung mit Kreuzfugenraster im Format 50×25 cm zum Einsatz. Während die Südfassade zum geschützten Innenhof großzügig verglast ist, zeigen sich die drei übrigen Seiten der Schieferfassade zurückhaltend geschlossen.
Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Linke und Rissland aus Neustadt am Rennsteig, (http://www.schiefermeisterbetrieb.de/). Architekt Bruno Blesch aus Boxberg (www.ueber-bau.de) (Projektbearbeiter Christine Lang, Elisabeth Gierse) gelang in reizvoller Kombination mit Schiefer, Naturstein und sägerauem Holz ein Gebäude das auffällt und zu Diskussionen anregt. Die von Rathscheck Schiefer (www.rathscheck.de) neu entwickelte Variable Rechteck-Deckung mit Kreuzfugenraster war der entscheidende Auslöser für diesen starken Entwurf.
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Abb. 1: Ungewöhnliche monolithische Bauweise: In der Tradition des ländlichen Bauens mit Satteldach und Windfang präsentiert sich der Neubau komplett in Schiefer.
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Abb. 2: Überraschung: Auffallend gestaltetes, hochgedämmtes Gebäude mitten im historischen Dorfbild.
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Abb. 3+4: Zeitgemäße Materialität prägt den sichtgeschützten Innenhof.
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Abb. 5: Offen und lichtdurchflutet: Küche und Wohnzimmer mit geschosshoher Glasfront.
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Abb. 6: Metallener Glanz und Metall: Rathscheck Schiefer Rechteck-Doppeldeckung und Metallgitter als Sonnenschutz und Laufstege.
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Abb. 7: Die preiswerte Variable Rechteck-Deckung präsentiert sich im beliebten Kreuzfugenraster.
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Abb. 8: Gelungene Inszenierung: Schiefer, Bruchstein und Holz mit ihrer natürlichen Ausstrahlung.
Fotos: Rathscheck Schiefer
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Abb. 9: Grundrisse Erdgeschoss und Obergeschoss.
Abb.: Bruno Blesch / Überbau
Download: RS_08081_Uiffingen.zip
