Archiv
Rathscheck Schiefer:
Waagerechte Deckung für Schulneubau
Freitag, 21 Dezember, 2007
Schnörkellos, energiesparend, ökologisch
Ökologische Schieferfassade
Download: RS_07122.zip
In eine Hangkante gestemmt, begrenzt der Neubau einer Schule in Blauen bei Basel das neu modelÂlierte Gelände. Der kompakte, energiesparende, ökonomisch gestaltete Kubus präsentiert sich als Solitär im übliÂchen Siedlungskonglomerat einer rund siebenhundert Einwohner zählenden Landgemeinde. Der Neubau ist aus einem ArchitekturÂwettbewerb hervorgegangen. Mit viel Mut zum UnkonventioÂnellen wurden eine kompakte Bauweise und ein sparsamer Umgang mit Boden und Energie erzielt.
Der Umgang mit der markanten Hangkante war für die Architekten eine planerische Herausforderung. Die Schule ist zum Hang hin durch die dreigeschossige Bauweise und den großen vorgelaÂgerten Spiel- und Parkplatz als schulisches Bauwerk im Umfeld üblicher Einfamilienhausbebauung eindeutig erkennbar. Haupteingang, Vordach und Fahrradständer markieren die öffentliche Funktion. Eine großzügige Freitreppe trennt den prägnanten Neubau vom Altbaubestand der Schule. Zur Bergseite hin, wo Spiel- und Sportplatz liegen, präsentiert sich das Bauwerk in einer für Kinder sympathischen Zweigeschossigkeit.
Einfache Formensprache und prägendes Material
Das Konzept dieses Gebäudes, so die Architekten, basiert auf dem Grundsatz der Eigenmaterialität und Farbigkeit. Eine Schieferfassade von Rathscheck Schiefer prägt das Bauwerk außen. „Wie ein Chamäleon verändert diese Fassade ihre Erscheinung. Je nach Licht und Witterung, mal seidig glänzend in der Sonne, mal blaugrau im Schatten und schwarz bei Regen.“ So beschreibt Architekt Heinz L. Jeker von den Zwimpfer Architekten, Basel, (www.zwimpferpartner.ch), die Wirkung der Schieferfassade an der neuen Schule.
Auch innen wird die Materialität des Rohbaus ablesbar, so die Architekten. Besonders im Flurbereich wird der statische Kern als heller Sichtbeton erkennbar. Weiß gestrichene Wände und gelber, warmer Steinholzboden stehen im Kontrast zu anthrazitfarbenen Türen und Möbeln. Großzügige horizontale Fensterbänder geben den Blick frei auf die umgebende Landschaft.
Ökologie mit Schieferfassade:
Prägender Bestandteil der Schule in Blauen ist die dunkle Schieferfassade von Rathscheck Schiefer, (www.rathscheck.de). Die hier verbaute Fassade als sogenannte geklammerte Waagerechte DeckÂung gilt als solide und kostenÂgünstig. Die Gebäudehülle erfüllt hohe Anforderungen an den Wärmeschutz. Mit 16 cm dicken, druckfesten MineralwolleÂdämmunÂgen an den Wänden sind U-Werte unter 0,2 W/m²K erreichbar. Eine Fassadenunterkonstruktion aus senkÂrechten HolztragÂwerken, weitgehend wärmebrückenfrei aufgehängt an speziellen FassadenÂschrauÂben, sorgt für ein Minimum an HeizÂkosten. Auf dem 20 cm dick gedämmten, extensiv begrünten Flachdach stehen von außen unsichtbar SonÂnenkollektoren. Sie liefern umweltfreundliche Wärme für die WarmwasserÂaufbereitung und unterstützen zusätzlich die GebäudeÂheizung.
Wie bei der Schieferfassade praktiziert, sind auch alle anderen an diesem Bauwerk eingesetzten Baustoffe neben gestalterischen und technischen Kriterien unter ökologischen Aspekten ausgewählt worden.
![]()
![]()
Foto 1 + 2: Der kompakte Schieferkubus der neuen Schule in Blauen bei Basel präsentiert sich zum Tal hin dreigeschossig.
![]()
Foto 3: Zur Bergseite hin, wo Spiel- und Sportplatz liegen, zeigt sich das Bauwerk in einer kindgerechten Zweigeschossigkeit.
![]()
Foto 4: Der dreigeschossige Eingangsbereich der Schule mit überdachtem Eingang und Fahrradstand.
![]()
![]()
Foto 5+ 6: Eine großzügige Freitreppe trennt den prägnanten Neubau vom Altbaubestand der Schule.
![]()
![]()
Foto 7 + 8: Schieferfassaden wirken, ja nach Lichteinfall, mal heller mal dunkler.
Fotos: Rathscheck Schiefer
Download: RS_07122.zip
