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Reportage: Dachsanierung nach 27 Jahren: Jetzt in Schiefer
Mittwoch, 8 August, 2007
Ästhetisch, haltbar, warm:
Neues Schieferdach mit Zuschuss
Die Sanierung von Dächern mit Asbestzement-Deckungen ist ein aktuelles Thema. Bei diesem Haus in Oberursel wurde auch gleich der Wärmeschutz mit einem Aufsparrendämmsystem auf den neuesten Stand gebracht.
Das Walmdach des Einfamilienhauses in Oberursel war nach 27 Jahren reif für eine Sanierung. Bei der Gelegenheit sollte auch die Wärmedämmung des bewohnten Dachgeschosses auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Die Aufgabenstellung: Abriss der alten Asbestzementdeckung, Montage einer Aufsparrendämmung und Neueindeckung mit Schiefer.
Die Asbestzement-Deckung war schon verschlissen und mehrfach repariert. Die Vordeckung aus einer V13 hat aber über die vielen Jahre einwandfrei funktioniert. Es gab keine Leckagen und nach Abnahme der Deckung konnten man gut sehen, dass hier im „Untergrund“ alles seinen Dienst tat. Vom Spitzboden aus gab es gute Einblicke in die tatsächlich vorhandene Wärmedämmung. Eine durchgehende Dämmung war nur dünn und sporadisch vorhanden, die Dampfbremsen in Form von Alufolie weitgehend zerrissen und damit als Funktionsschicht nicht zu berücksichtigen. Es wurde entschieden, die vorhandenen Dämmstoffe und zerrissene Folien nicht zu berücksichtigen. Der neue Dämmmantel aus ThermoSklent-Aufsparrendämmelementen gilt an diesem Bauwerk als einzige, selbständig für sich funktioniert Dämmung.
Die Anforderungen
Die EnEV fordert für solche Sanierungsfälle einen U-Wert des sanierten Daches von mindestens 0,3 W/m²K. Das hier eingesetzte ThermoSklent-Element vom Typ 19K ist insgesamt 159 mm dick. Abzüglich der für eine Schieferdeckung geprüften, 19 mm dicken nagelbaren DWD-Platte, verbleiben noch 140 mm EPS-Dämmung. Für dieses Element gibt Rathscheck Schiefer einen U-Wert von 0,22 W/m²K an. Damit entspricht der Einsatz dieses Elementes den Forderungen der Energie-Einsparverordnung EnEV (0,22 W/m²K < 0,3 W/m²K). Besonderheit hier sind die zusätzlich angebrachten Kompribänder auf den Stirnseiten des Dämmstoffes. Diese Bänder sichern einen überaus hochwertigen Dämmmantel mit hoher Luftdichtigkeit. Daraus lässt sich, über die reinen U-Werte hinaus, auf sehr gute Dämmeigenschaften im Winter und einen entsprechend soliden sommerlichen Wärmeschutz schließen.
Der Abriss der asbesthaltigen Faserzementdeckung folgte den Vorgaben der TRGS 519. Beide Juniorchefs des ausführenden Dachdeckerbetriebes Klonk aus Haiger haben die Sachkunde für solche Arbeiten im Rahmen von Lehrgängen nachgewiesen und rissen die befeuchtete Deckung entsprechend der technischen Regeln ab. In Big-Bags wurde die alte asbesthaltige Deckung entsorgt. Nach Abriss der alten Deckung und Reinigung der Flächen wurde die alte V13 mit einer Dampf bremsenden Polymerbitumenbahn (sd-Wert 15 m) komplett neu abgedeckt.
Das Aufsparrendämmsystem
Der ausgeführte Schichtenaufbau mit dem Aufsparren-Dämmsystem ThermoSklent 19K (sd-Wert 5 m) und einer dampfoffenen Unterspannbahn (sd-Wert 0,02 m) sichert eine solide Funktion. Selbst bei kritischer Betrachtung der Dämmstoff- und Dampfbremsenreste zwischen den Sparren kann man hier davon ausgehen, dass etwaige Taupunktverlagerungen unter die neue Dampfbremse die Ausnahme sein dürften und durch das relativ dampfoffene System hindurch diffundieren können.
Nach Verlegung der Polymerbitumenbahn wurden an der Traufe im Bereich der ungedämmten Dachüberstände Aufschieblinge im Format 100 x 140 mm montiert und darauf in diesem Bereich die Vollschalung aufgebracht. Die Gesamthöhe dieser Konstruktion entspricht mit einer Dicke von 161 mm bis auf einen Millimeter der Dicke der anschließend parallel zur Traufe verlegten Aufsparrenelemente (160 mm). Diese Elemente wurden nach Schraubplan in den Sparren darunter verschraubt.
An den Walmen und rund um die Trapezgauben galt es, die Dämmelemente entsprechend auf Gehrung zu schneiden und kleine Ungenauigkeiten gegebenenfalls mit Bauschaum zu schließen. Bauschäume müssen stets so eingebaut werden, dass sie sich formschlüssig in Öffnungen verkeilen. Eine solche Formgebung der etwaig entstehenden Fugen ist deshalb wichtig, weil Bauschäume nach einigen Jahren ihre Klebekraft verlieren und aus Öffnungen herausfallen, wenn sie sich nicht durch Hinterschneidungen im Dämmelement gehalten werden. Die abschließende Vordeckung sichert zusätzlich solche kleine Ungenauigkeiten.
Die Schieferdeckung
Die Fußgebinde der Schuppendeckung 28 x 32 cm beginnen oberhalb eines doppelten Reparaturgebindes, in das auch das Schneefanggitter integriert ist. Die Hauptkehle des Winkelbungalows zur Gartenseite ist als linke eingehende Kehle gedeckt, die Trapezgauben als linke und rechte eingehende Kehlen. Die Wangen der Kehlen wurden mit Schuppen der Größe 22 x 17 cm gedeckt. Ein ästhetisch eingebundener Schornstein vollendet das Werk der Schieferdecker. Insgesamt wurde an diesem Objekt ein 350 m² großes Dach neu gedämmt und eingedeckt.
Der Schieferdecker vermittelte der Bauherrin ein Förderprogramm von Rathscheck Schiefer, das dieses Unternehmen für die Sanierung von Asbestdächern aufgestellt hat. Der Förderantrag enthält einen kurzen Fragebogen. Zusammen mit der Rechnung des Dachdeckers wird dieser an Rathscheck Schiefer geschickt. Die maximale Förderhöhe, abhängig von der Dachgröße und Deckart, beläuft sich auf 900,00 Euro. Die Förderung wurde direkt an die Bauherrin ausgezahlt und vermindert dadurch die Baukosten. Die Investitionsentscheidung fiel dem Bauherren somit leichter. In der gesamten Nachbarschaft ist die vorbildliche Dachsanierung aufgefallen. Man spricht darüber.
Fazit:
Bei Neueindeckungen im Zuge von Asbestsanierungen macht es Sinn, gleich auch die Wärmedämmung auf den neuesten Stand zu bringen. Eine neue Schieferdeckung trägt entscheidend zur Wertsteigerung des Gebäudes bei. Verschiedene Förderprogramme erleichtern den Bauherren die Entscheidung für eine höherwertigere Ausführung.
ABBILDUNGEN:
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Foto 1: Das vielfach reparierte Dach vor der Sanierung.
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Foto 2: Abriss der Asbestzement-Deckung.
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Foto 3: Dachtraufe mit Aufschieblingen im Bereich der Dachüberstände.
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Foto 4: Montage des Aufsparren-Dämmsystems ThermoSklent 19K von Rathscheck.
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Foto 5 + 6: Details der Dacharbeiten.
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Foto 7 + 8: Ästhetik in Schiefer.
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Foto 9 + 10 + 11: Das sanierte Dach erstrahlt im edlen Schieferglanz.
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Foto 12: Beispielhaft: Bestens gedämmt und ästhetisch eingedeckt, hebt sich das sanierte Dach von der Nachbarschaft ab. Foto: Rathscheck Schiefer
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Foto 13:
Der Sanierungsbedarf ist groß. Ob es der energiesparende Wärmeschutz ist oder der Abschied vom Asbest: Für viele Sanierungsvorhaben gibt es Fördergelder oder sehr günstige Finanzierungen.
Bautafel:
Bauvorhaben: Sanierung eines Einfamilienhauses in Oberursel
Bauherr: privat (möchte nicht genannt werden)
Ausführendes Unternehmen: Klonk Bedachungen GbR, Haiger
Dachfläche: 350 m³
Bauzeit: Mai bis Juli 2005
Material: InterSIN, Schuppendeckung
Produzent: Rathscheck Schiefer, Mayen
KASTEN:
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Wie man seinem Kunden hilft, Geld zu sparen
Zufriedene Kunden sind die beste Werbung, heißt es. Doch wie macht man seinen Kunden rundum glücklich? Helfen Sie ihm bei der Geldbeschaffung. Er wird es ihnen danken. Die Förder-Datenbank auf www.schiefer.de ist das richtige Werkzeug für sie. Hier können Sie, im Gegensatz zu anderen Datenbanken (nur einmalige Nutzung), als Mitglied im Schieferdecker-Infonetz täglich unbegrenzt recherchieren.
Ihr erster Schritt sollte sein, sich einen Überblick über die möglichen Förderprogramme zu verschaffen. Auf www.schiefer.de können sämtliche geplanten Maßnahmen eingegeben werden, die hierfür verfügbaren Förderprogramme (Bund, Land, Gemeinden, Energieversorgungsunternehmen und Privatwirtschaft) werden aufgelistet.
Tipps zur Vorgehensweise:
1. Anträge für Förderprogramme sollten generell vor Maßnahmenbeginn gestellt werden, da eine Förderung in der Regel ausgeschlossen ist, sobald mit der Umsetzung begonnen wird.
2. Die Kombinationsmöglichkeiten von Förderprogrammen (Kumulierung) werden sehr individuell gehandhabt. Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie auch auf www.schiefer.de. Allerdings gilt in den meisten Fällen, dass sich Darlehen mit Zuschüssen kombinieren lassen. Weiterhin sind die Förderprogramme der Energieversorger meist mit den staatlichen Förderprogrammen kombinierbar, da sich Kumulationsverbote nur auf weitere öffentliche Gelder beziehen.
2. Wer eine umfassende Modernisierung plant oder generell eine Beratung zur Modernisierung wünscht, sollte vorab eine Energieberatung durchführen lassen. Die Beratung selbst wird wiederum mit 300,- € gefördert (EFH, Gebäude Bj. vor 1984). Infos zur geförderten Energieberatung-Vor-Ort und Kontakt zu Energieberatern unter www.den-ev.de (Deutsches Energieberater Netzwerk). Dort kann auch ein unverbindliches Angebot für eine Energieberatung angefordert.
3. Die wichtigsten (bundesweit gültigen) Förderprogramme zum energiesparenden Modernisieren werden nach wie vor von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) getragen. Die Zinssätze liegen deutlich unter Kapitalmarktniveau und werden in der Regel für 10 Jahre festgeschrieben. Die KfW vergibt die Kredite jedoch nicht direkt, interessierte Bauherren müssen sich an Ihre Hausbank wenden.
Beispiele für KfW-Darlehen:
KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm für umfassende Modernisierungsmaßnahmen (Effektivzinssatz ab 1,81 % p.a.). Führt die Modernisierung zum sog. „Niedrigenergiehaus im Bestand“, so wird zusätzlich ein Teilschulderlass in Höhe von 15 % des Darlehens gewährt.
KfW-Wohnraum-Modernisieren. Je ökologischer die Maßnahme durchgeführt wird, desto niedriger der Zinssatz (von 2,52 % bis 4,27 %)
KfW-Solarstrom erzeugen (Programm für die Förderung von Photovoltaikanlagen). Zinssatz ab 4,48 %. Das Darlehen kann zusätzlich zur Einspeisevergütung nach dem EEG in Anspruch genommen werden.
Wichtigstes, bundesweit gültiges Zuschussprogramm:
„Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien“. Zuschüsse z.B. für Thermische Solaranlagen (84,- €/m²) und Holzheizungen (mindestens 1.360,- € je Anlage)
FÖRDERBEISPIEL:
Modernisierung eines Einfamilienhauses (selbst genutzt), 150 m² Wohnfläche, in Bingen (Rheinland Pfalz)
Geplante Maßnahmen: Entfernung Asbestzement Deckung, neue Aufsparrendämmung und Eindeckung mit Schiefer / Austausch von Öl-Einzelöfen durch Zentralheizung Gas-Brennwertheizung
Förderprogramme:
1. Rathscheck Schiefer Förderprogramm „Asbestsanierung“
Gefördert wird die Komplettsanierung einer Dach- oder Fassadenfläche mit Rathscheck Schiefer, die zum Zeitpunkt der Antragstellung mit kleinformatigen Asbestzement- bzw. Faserzement-Platten eingedeckt bzw. bekleidet ist. Förderhöhe je nach Marke der Neueindeckung, z.B. InterSIN 100-200 m² Fläche, Zuschuss von 300,- €
2. KfW-Programm „Wohnraum Modernisieren“: Gefördert werden Maßnahmen zur Energieeinsparung (CO2-Minderungsmaßnahmen) sowie Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand. Unterschieden wird zwischen STANDARD-Maßnahmen und ÖKO-PLUS-Maßnahmen. Förderhöhe für ÖKO-PLUS-Maßnahmen: Darlehen bis zu 50.000,- €, Effektivzinssatz ab 2,52 % (Stand 01.05.2006)
3. Steuerbonus für Handwerksleistungen: Bis zu 20 % der Kosten für Handwerksleistungen können von der Steuerschuld abgezogen werden, maximal 600,- € pro Jahr und Haushalt
4 Landesförderung Rheinland-Pfalz „Modernisierung 2006“: Für Modernisierungsmaßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum (Investitionsvolumen ab 10.000,- €) gewährt das Land zinsverbilligte Kapitalmarktdarlehen (Zinssatz für die ersten 10 Jahre 2 %)
5. Gemeindeförderprogramm Bingen „Gestaltung und Instandhaltung baulicher Anlagen“: Gefördert wird z.B. die Dacheindeckung in Naturschiefer. Zuschuss von bis zu 25 % der Investitionskosten, maximal 2.500,- €
6. Energieversorgerprogramm der THÜGA Rheinhessen-Pfalz, Idar Oberstein, „Umstellung auf Erdgas“: Gefördert wird die Umstellung der Heizanlage von einem anderen Energieträger auf Erdgas mit einem Zuschuss von 250,- €, alternativ mit einer kostenlosen Öltankentsorgung (Tank bis 6000 l).
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Rathscheck Schiefer im Internet: www.rathscheck.de
