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Fachbericht: Die Vorteile eines minimal gewölbten Bibers
Mittwoch, 8 August, 2007
Kleine Wölbung – großer Nutzen
Ein höchst interessanter Millimeter
Leicht konvex gewölbte Biber bieten verlegetechnische und bauphysikalische Vorteile. In Würzburg wurde eine große Dachfläche mit Bibern dieser Art eingedeckt.
Konvexe Biberschwanzziegel werden vor allem für die Deckung von runden, tonnenförmigen Dächern oder Zwiebeltürmen verwendet. Mit diesen speziellen Formbibern haben die hier vorgestellten Koramic-Biber aus dem Werk Langenzenn nur am Rande etwas gemeinsam. Die in der Länge nach außen gerichtete Wölbung ist minimal. An der höchsten Stelle beträgt der Stich nur einen Millimeter. Dieser eine Millimeter hat es aber in sich.
Verlegevorteile besonders in der Sanierung
Für die Verlegung und die Bauphysik bringt dieser eine Millimeter interessante Vorteile. Die leicht nach außen gewölbten Biber werden in die Dachlattung eingehängt und ergeben ein ruhiges und harmonisches Deckbild. Zwei Nasen auf der Dachlatte sowie die Vorderkante des Rund- oder Segmentschnittes des Bibers bilden dabei die drei Lagerpunkte eines Bibers. Die Ziegel liegen auf diese Weise sicher auf, ohne zu klappern. Dies gelingt mit dem leicht konvexen Biber auch dann, wenn das zu sanierende Dach, wie so oft in der Praxis, uneben ist oder aufgrund einer tiefer liegenden Dachlatte durchhängt. Ein gerader Biber fängt unter diesen Voraussetzungen an zu schnabeln, da seine Auflage nicht eindeutig ist, und hebt sich im schlimmsten Fall vorn an. Der leicht konvexe Biber hingegen kann dank seiner in der Länge nach außen gerichteten Wölbung die meisten Unebenheiten in der Dachkonstruktion überbrücken. Die Dreipunktlagerung ist generell gesichert.
Auch kann eine Dachdeckung aus leicht konvexen Bibern einem Sturm besser widerstehen: Auf der Luvseite liegt die Deckung gleichmäßiger auf. Auf der maßgebenden Leeseite sorgt die leichte Wölbung der Biber für eine bessere kleinteilige Lüftung und reduziert auf diese Weise die Druckdifferenz auf der Wind abgewandten Fläche. Die geringere Druckdifferenz zwischen innen und außen führt zu einer höheren Windsogsicherheit.
Gleichmäßige Optik – zufriedene Kunden
Für den Bauherren ist die leicht konvexe Krümmung nicht unmittelbar erkennbar. Vielmehr wird unbewusst das gleichmäßige Deckbild wahrgenommen. Durch die leichte Krümmung erscheinen die Biber einer Dachfläche farblich einheitlicher und die Dachfläche insgesamt harmonischer. Unebenheiten in alten sanierten Dachflächen fallen weniger auf. Schief liegende Biber, sonst durch ungleichmäßige Farb- und Glanzwiedergabe in der Fläche zuweilen erkennbar, werden durch die leichte Krümmung besser in die Dachfläche integriert.
Der leicht konvexe Biber wird in Langenzenn als Rundschnitt 18 x 38, als Segmentschnitt 18 x 38 mit und ohne Längsrippen sowie als Berliner Biber mit Segmentschnitt 15,5 x 38 cm produziert. Auch andere Schnitte sind möglich. Die leicht konvexen Biber werden einzeln in speziellen H-Kassetten gebrannt.
Raffinierte Trocknung:
Bauphysik des leicht konvexen Bibers
Ein weiterer Vorteil des leicht konvexen Bibers ist bauphysikalischer Natur: Während ein normaler glatter Biber in den meisten Fällen vollflächig auf den benachbarten Ziegel aufliegt, sorgt der leicht konvexe Biber für einen kleinen Luftspalt zwischen den Bibern. Dies bricht die zwischen den aufeinander liegenden Bibern entstehende Kapillarität und führt zum besseren Abtrocknen der Dachdeckung.
Dass dies keine bloße bauphysikalische Theorie ist, zeigt eine abgedeckte Dachfläche des in Würzburg sanierten Wohngebäudes: Die Auflagerung des leicht konvexen Bibers im vorderen Teil des Ziegels ist gut erkennbar. Die Schmutzansammlung zeigt eindeutig den Wassersaum um die Spitze. Dieser trocknet bedeutend besser aus, was einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer der Dachdeckung haben kann.
Der leicht konvexe Biber unterliegt wie alle anderen Biber der DIN EN 1304 und wird auf Biegetragfähigkeit geprüft. Laut Norm muss ein Biber eine mittige Last von 600 N aushalten. Der leicht konvexe Biber aus Langenzenn übertrifft diese Vorgaben deutlich. Eine 30-jährige Garantie von Koramic ist auch hier hoher Standard.
Fazit:
Der leicht konvexe Biber lässt sich einfacher verlegen, liegt besser und gewährleistet ein harmonisches Deckbild. Die leichte Wölbung bedingt ein günstigeres Trocknungsverhalten und begünstigt die Windsogsicherheit.
ABBILDUNGEN:
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Foto 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6:
Leicht konvexe Biber auf einem sanierten Wohngebäude in Würzburg.
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Foto 7 + 8:
Blick in die teilweise abgedeckte Deckung. 1: Kleiner Spalt zwischen den Bibern. 2: Wassersaum um die nur auf der Spitze aufliegenden Biber.
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Foto 9:
Überzeichnete Darstellung des leicht konvexen Bibers im Vergleich zu einem geraden Biber. A: Auflage bei gerader Dachfläche. Der leicht konvexe Biber liegt an der Spitze auf. In der Fläche dahinter öffnet sich ein kleiner Lüftungsspalt. B: Auflage bei unebener Dachfläche. Wo der gerade Biber schnabelt, kann der leicht konvexe Biber für eine geschlossene Deckung sorgen.
Alle Fotos: Koramic
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Koramic im Internet: www.koramic.de
