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Koramic:
Vollkeramische Kegellösung mit Dachkeil
Samstag, 4 August, 2007
Komplexe Dachgeometrie mörtelfrei gelöst
Kegel und Fledermausgauben vollkeramisch eingedeckt
Download: KC_07082_E28_in_Berlin.zip
Als das Gerichtsgebäude Berlin Mitte 1905 entstand, war es nach dem Stadtschloss das zweitgrößte Bauwerk Berlins. An der Entstehung des Gebäudes waren die Architekten Paul Thoemer, Rudolf Mönnich und Otto Schmalz beteiligt. Der viergeschossige Putzbau mit Jugendstilelementen, monumentalen Ecktürmen und fünf großen Innenhöfen wurde in der DDR-Zeit Ende der 60er Jahre zugunsten einer Straßenverbreiterung um ein Drittel zurückgebaut. Die imposante Dachlandschaft des mächtigen Gebäudes besteht heute aus rund 10.000 m² Klosterziegeln E28 von Koramic.
Klosterziegel statt Mönch-Nonnen-Deckung
Die geschwungenen Dachformen lösten die Architekten in dieser Zeit oft mit keramischen Mönch-Nonnen-Deckungen. Für die Kegeltürme, Fledermausgauben oder rundlichen Dachflächen wurde die Ziegeldeckung passend zurechtgeschnitten und mit Mörtel fixiert. Seinerzeit waren andere Lösungen nicht bekannt. Heute bemühen sich Stadtverwaltungen und Denkmalpflege, vermörtelte, wartungs- und kostenintensive Dachdeckungen möglichst zu umgehen. Auf dem Gerichtsgebäude in Berlin kommen im Zuge einer kompletten Dachsanierung auch deshalb verfalzte Klosterziegel zum Einsatz. Sie gelten heute als adäquater mörtelloser Ersatz für Mönch-Nonnen-Deckungen. Der Klosterziegel eignet sich zudem mit einem speziellen Formziegelsatz, dem sogenannten Dachkeil, für alle an diesem mächtigen Dach vorkommenden Rundungen.
Dachkeile für Rundungen
Dachkeile, wie sie hier zum Einsatz kommen, sind Formziegelsätze aus 17 konischen Dachziegeln, die mörtelfrei und verfalzt zwei Ziegelreihen zu einer vereinen können. Die Ziegelsätze sind im Standard zehn Reihen lang. Die ersten Reihen bestehen aus zwei nebeneinanderliegenden, sich konisch verjüngenden Dachziegeln. Danach folgen sogenannte Übersetzer, die zwei schmale Dachziegel zu einem breiten vereinen. Darüber verjüngt sich die Deckung weiter von Reihe zu Reihe um ca. 19 mm. Unter, über und neben den Dachkeilen kann die Dachfläche mit normalen Flächenziegeln weiter gedeckt werden. A-förmige Dachkeile sind geeignet für konvexe (nach außen gewölbte), V-förmige Keile für konkave (nach innen gewölbte) Dachflächen.
Mit dem Einsatz der Dachkeile auf dem Dach des Gerichtsgebäudes Berlin Mitte ist eine hochwertige mörtelfreie Dachdeckung realisiert worden. Sie überzeugt unter technischen und gestalterischen Gesichtspunkten.
Foto 1: Das Gerichtsgebäude Berlin Mitte befindet sich seit Jahren in der Sanierung. Unter anderem wurden rund 10000 m² zum Teil komplexe Dachflächen neu mit Klosterziegeln von Koramic eingedeckt.
Foto 2: Neueindeckung eines Teilkegels mit sogenannten Dachkeilen und Nulldachkeilen. Dabei verjüngt sich die verfalzte keramische Ziegeldeckung mithilfe eines speziellen Formziegelsatzes ohne Einsatz von Mörtel.
Foto 3: Dachkeileinsatz auf einer Fledermausgaube: Die notwendige Verbreiterung der Deckung zur Traufe der Gaube hin erfolgt mit zwei verfalzten mörtelfreien Dachkeilen.
Foto 4: Ein mächtiger Eckturm des Gerichtsgebäudes Berlin Mitte: Die verschiedenen Wölbungen des Daches wurden mit verfalzten und mörtelfreien keramischen Dachkeilen gelöst. Der Klosterziegel E28 von Koramic ist für derart mächtige Dächer bestens geeignet.
Foto 5: Schema eines Dachkeiles: Der Formziegelsatz kann verfalzt und mörtelfrei zwei Ziegelreihen zu einer vereinen. Ein weiterer Formziegelsatz, ein sogenannter Nullkeil, kann z.B. bei einem Kegelturm die Deckung sogar bis zur Spitze führen.
Fotos: Koramic
Download: KC_07082_E28_in_Berlin.zip
Koramic im Internet: www.koramic.de
