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Knauf Insulation:
Luftdicht-Dämmsystem LDS in der Praxis
Donnerstag, 7 September, 2006
Luftdichtung im Alltag / Teufel im Detail
Luftdicht außerhalb von Labors
Dauerhaft funktionierende Luftdichtungen sind ein wichtiges Thema. Während es in den Laboren der Baustoffhersteller ideale Bedingungen gibt, sieht es am Bau oft anders aus. In der Praxis ist das Mauerwerk nicht selten feucht und uneben. Raue Oberflächen und unvermörtelte Stossfugen gehören zum Alltag.
Wie der Alltag zu bewältigen ist, zeigt ein Beispiel aus Potsdam. Dort wurde eine alte Reithalle, von keinem geringeren als Schinkel entworfen, zu einem Zentrum für Kunst und Soziokultur umgebaut. Dazu musste der Dachstuhl ausgebaut und gedämmt werden. Die großen durchgehenden Dachräume wurden durch Giebelwände aus KS-Blöcken in einzelne Räume unterteilt. Das Giebeldreieck ist oberhalb des gezahnten KS-Mauerwerks mit Beton glatt betoniert. In den Wänden sind im Bereich eines denkbaren Drempels Durchbrüche für verschiedene Medien vorgesehen.
Das ausführende Trockenbauunternehmen musste neben der Dämmung vor allem eine luftdichte Ebene herstellen. Die Wahl fiel auf des Luftdicht Dämmsystem LDS von Knauf Insulation. Im ersten Schritt wurden auf Höhe der späteren Luftdichtung die KS-Wand und der aufbetonierte Betonstreifen mit einem schnell abbindenden Kunstharzspachtel geglättet. Damit verfüllten die Handwerker etwaige Kiesnester im Beton. Daneben wurde der unter Umständen zu feuchte Untergrund für eine Verklebung vorbereitet, denn der schnell abbindende und ebenso schnell trocknende Kunstharzspachtel ist eine gute Basis für eine Verklebung. Mit diesem Spachtel wurden auch die offenen Stossfugen der KS-Vermauerung geschlossen. Verlaufen nämlich die Luftdichtungsebenen quer über moderne Mauerwerke mit nicht vermörtelten Stossfugen, kann Raumfeuchte über die Stossfugen entweichen. Die Dichtungsebene wurde nach unten bis auf einen kleinen Betondrempel geführt und dort in der Waagerechten fortgeführt. Die Folien sind längs und nicht quer zu den Sparren verlegt. Auf diese Weise können Verklebungen der Folien untereinander auf dem Sparren zu liegen kommen. Damit ist eine sichere Verklebung mit Gegendruck durch den Sparren möglich. Im Ergebnis ist auf dieser Baustelle, trotz bautypischer widriger Verhältnisse, eine funktionstüchtige Dämmung und Luftdichtung montiert worden.
Foto 1+2: Die Thermolan-Dämmung von Knauf Insulation funktioniert nur dann zuverlässig, wenn sie luftdicht eingepackt wird.
Foto 3+4: Auf Höhe der Luftdichtungsebene wurden zuvor Beton und KS-Steine mit unvermörtelter Stoßfuge hauchdünn verspachtelt: Eine gute Basis für die schnelle und zuverlässige Verklebung mit der neuen Kleberaupe von Knauf Insulation.
Foto 5: Von der Schräge in die Waagerechte gilt es die Folien sinnvoll zu falten.
Fotos: Knauf Insulation
Download: KI_06091_LDS-Praxis.zip
