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Fachbericht: ArGeTon-Ziegelfassade:
Nach zwei Jahrzehnten in Hochform
Sonntag, 8 August, 2004
Virtuose Keramik /
Souveräne Verbindung
von Natur und Technik
Lebhaft nuancierend, auf zehntel Millimeter diamantkalibriert, edel patinierend, souverän im Auftritt und das alles aus Ton, das ist die ArGeTon-Fassade. Sie setzt Maßstäbe bei keramischen Fassaden.
Die natürliche Kraft der keramischen Farben und eine unaufdringliche Eleganz prägen den Charakter dieser Lösung. Die ArGeTon-Ziegelvorhangfassade steht im Focus der Architektenschaft.
Die Anfänge dieser Fassadenlösung gehen bis auf das Jahr 1982 zurück. Damals gründeten mehrere Dachziegelwerke die Arbeitsgemeinschaft Tonziegelfassade. Ziel war die Entwicklung einer Fassadenlösung, die von Unternehmen der Dachziegelbranche mit der Produktionstechnik des Dachziegels realisiert werden konnte. Das neue Produkt sollte die positiven Eigenschaften des gebrannten Tones vom Dach auf die Fassade projizieren, und mit der anspruchsvollen Optik einer großen Bandbreite architektonischer Entwürfe genügen.
An einer solchen Aufgabenstellung wurde in den 80er-Jahren in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Einige Dachziegelhersteller entwickelten z.B. Fassadensysteme mit schindelartig überdeckenden Ziegelplatten. Diese Bekleidungen mit ausgeprägter Höhen- und Seitenüberdeckung waren durchaus solide, doch ohne gestalterischen Anspruch. Sie wurden von den Architekten nicht angenommen.
Gestaltung jenseits des Üblichen
Im Vergleich zu den Produktideen der 80er-Jahre überraschte die ArGeTon-Fassade mit ihrem sichtbaren und exakten Fugenraster. Die Verbindung einer präzisen Geometrie mit der natürlichen Ausstrahlung des Rohstoffes Ton prädestinierten die Ziegelfassade gleichermaßen für klassische wie moderne Entwürfe, für die anspruchsvolle Sanierung wie für den Neubau in Stahl und Glas.
Mit der Entwicklung der Ziegelfassade haben die Dachziegelhersteller in vielerlei Hinsicht Neuland betreten. Ein entscheidender Bestandteil der Fassade ist die Unterkonstruktion, die den Montageaufwand und damit den Preis maßgeblich mitbestimmt.
Auch produktionstechnisch galt es für die ArGeTon-Fassade neues Wissen zu entwickeln. Hier kommt bei ArGeTon heute modernste Technik zum Einsatz. Als erstes und einziges Unternehmen weltweit führte ArGeTon für den Brand der Ziegelplatten den Hochtemperatur-Rollenbrand ein. Hierbei durchfahren, ähnlich wie im Fliesenbrand, die Ziegelplatten auf Rollen das Feuer.
Anders als in den herkömmlichen Rollenöfen kann man diesen Ofen in verschiedenen Temperaturbereichen einsetzten. Das bedeutet, dass jeder Ton, der zum Brand bestimmter keramischer Farben verwendet wird, durch eine speziell auf den Ton zugeschnittene Brennkurve auch die optimalen Produkteigenschaften entwickeln kann. Hellfarbige Fassadenplatten entstehen bei diesem Verfahren nämlich nicht durch Engoben, sondern durch besondere Tonmischungen und variierende Brenntemperaturen.
Feine Farben und viele Farbnuancen
Kenner der keramischen Materie wissen, dass die ArGeTon-Fassade, wie einst im Pflichtenheft der Entwickler vorgegeben, die Qualitäten des Dachziegels überzeugend auch auf die Fassade projiziert. Es gibt nur wenige Fassadenprodukte, die sich mit der Patinierung im Alterungsprozess schöner, reifer und brillanter präsentieren als im Neuzustand. Die ArGeTon-Fassade erreicht dies mit einer Eleganz und geradezu einzigartigen Souveränität, neben der nur hochwertigste Zubehörmaterialien für Fenster, Eck- oder Brüstungsprofile im Alterungsprozess bestehen können. Es ist eben Grobkeramik, die nicht synthetisch rein, ein fein nuanciertes Farbenspektrum rund um den Hauptton sichert.
Im Farbton Sand spiegeln sich sonnige Sandstrände der Ostsee wider, im Platingrau der blanke Stahl. Pastell-, Toskana und Naturrot, Rotbraun, Erz-, Licht-, Silber- und Vulkangrau und Saharagelb erweitern das natürliche Farbenspektrum. Die neuen Farben Perlweiß und Aprikot-Beige wirken klar und freundlich. Mit dem Tagesgang der Sonne variieren die Farben im seidigen Glanz der Oberflächen, und die Zahl der Farbnuancen scheint sich ins Unendliche zu vermehren. So präsentiert sich die ArGeTon-Fassade als eine Sammlung von Solisten in einem exakten modularen System. Hier liegt der Reiz dieser Fassadenlösung. Jede Platte ist ein Teil des Ganzen, aber auch ein Unikat.
Planung im Raster
Zu einem gelungenen ArGeTon-Objekt gehört eine solide Planung. Anfangs wurde die ArGeTon-Fassade vorwiegend in der Sanierung eingesetzt. Hier mussten die Fassadenbauer den Planungen vorheriger Generationen folgen. Spezielle, ästhetische Schnittmuster lösten dieses Problem. Beim Neubau empfiehlt sich die Orientierung an den vorgegebenen Standardrastern. Das Grundraster misst 20 x 40 cm, doch sind auch viele andere Maße verfügbar. Eine saubere Planung ist von einem so großen Nutzen für die gesamte Gestaltung einer Fassade, dass sich jeder Architekt dieser Aufgabe im Planungsteam mit dem Fassadenbauer stellen sollte.
Hohe Wertschätzung und Vandalismusfestigkeit
Zu den positiven Eigenschaften dieser Fassade zählt auch ihre Vandalismusfestigkeit. Ob in Einkaufszentren oder Schulen, es scheint sich kaum jemand an den Oberflächen zu stören. Selbst Sprayer akzeptieren diese Fassade so wie sie ist. Sollte es dennoch geschehen, dass jemand zur Dose greift, erlauben die gebrannten Ziegelplatten selbst härteste Behandlungsmethoden. Auch ein kostengünstiger Austausch der Platten ist jederzeit möglich.
In die Zukunft
Wenn es für ein Bauprodukt überhaupt so etwas wie einen Lebenszyklus gibt, so kann man heute getrost behaupten, dass die ArGeTon-Fassade ihren Zenith bei weitem noch nicht erreicht hat. Besonders in den letzten fünf Jahren ist von Objekt zu Objekt ein immer höherer Reifegrad zu beobachten. In reizvollen Werkstoffkombinationen mit Glas und Stahl übernimmt die Fassade den massiven Part im Kontrast zum Leichten, Filigranen oder Durchsichtigen. Mit den aktuellen hellen Sandfarben oder Grautönen trägt das Produkt souverän selbst anspruchsvollste Entwürfe. Zahlreiche interessante Referenzobjekte bieten den Architekten ansprechende Ideen für eine Fassadengestaltung mit ArGeTon. So sichert die ArGeTon-Fassade auch in Zukunft kreativen Architekten ein weites Betätigungsfeld.
Fazit: Seit rund 20 Jahren spielt die ArGeTon-Fassade eine nennenswerte Rolle im Markt der anspruchsvollen Wandbekleidungen. Die qualitativ hochwertige Ziegelplatte sichert mit ihrer souveränen Ausstrahlung stets eine aus dem Rahmen des Normalen fallende Gestaltung. Mit neuen Farben wird die Lösung auch aktuellen Architekturtrends gerecht.
BILDTEXTE:
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Bild 1 + 2: (Verwaltungsbau in Krefeld): Innovative Photovoltaik und saubere Detaillierung an einem Verwaltungsgebäude in Krefeld 1993. Architekt Ingo Tintemann, Neuss.
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Bild 3: (EFH in Bergschenhoek/NL): Innovativ und herausfordernd: ArGeTon-Fassade für Einfamilienhäuser in den Niederlanden. Feekes Architekten aus Den Haag/NL.
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Bild 4 +5: (Kläranlage): Schlichte Eleganz am Technikgebäude einer Kläranlage bei Hoogoven Staal in Heemskerk bei Amsterdam. Plan Architekten, Haarlem / NL
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Bild 6: Dach und doch Fassade: Stufenförmige ArGeTon-Fassade in Dresden von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg.
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Bild 7 + 8: (Einkaufshalle): Eine einfache, gerade, graue Wand und doch ein Erlebnis der Farbnunacen in Grau. Das ist der besondere Reiz der Keramik. Einkaufshalle in Dongen / NL von Architekt Paul van den Heuvel in Breda / NL.
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Bild 9 + 10: Spannungsvoll komponierter Eingangsbereich des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in Greifswald: Natürliche, warme, keramische Farben der ArGeTon-Fassade und die kühlen, technisch betonten Stahl- und Glasfassaden. Henn Architekten, München.
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Bild 11 + 12: Neubau der Physikalischen Institute Heidelberg: Die Architekten Harter + Kanzler und Broghammer•Jana•Wohlleber aus Waldkirch, entschieden sich bei diesem Bauwerk bewusst für einen starken Kontrast zwischen den lebhaft gemaserten rot-braunen Lärchenholz-Fenstern und der dunklen, fein nuancierenden ArGeTon-Fassade.
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Bild 13 + 14: Neubau einer Produktionshalle für Elektronikbauteile in Veldhoven / NL mit blau glasierten ArGeTon-Platten / van Aken Architectuur, Eindhoven.
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Bild 15 + 16: Skulpturhafte Fassade an einem Büroneubau in Schiedam / NL. Sturm Architekten aus Roosendaal.
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Bild 17 + 18 + 19: Die ArGeTon-Terzo-Platte bei Nestlé in Singen streckt die Fassadenoptik mit ihren zwei Scheinfugen bis zum Seitenverhältnis von 8:1. Architekten Richter & Dahl Rocha aus Lausanne.
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Bild 20 + 21: Neubaue eines Fabrik- und Verwaltungsgebäudes mit einer vulkangrauen Fassade in Meppel / NL. Architekten: Lensink Albers Architecten in Rijssen
Alle Fotos: ArGeTon
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ArGeTon im Internet: www.argeton.de
